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Solidarische Landwirtschaften

Die Idee der Solidarischen Landwirtschaft („Community Supported Agriculture“) basiert auf einer Gemeinschaft von Konsumenten, die einen Bauern durch die regelmäße Zahlung eines Beitrages unterstützen und ihn damit unabhängiger von Handelsketten und natürlichen Widrigkeiten machen.  Dieser Personenkreis finanziert die Kosten des professionellen Gemüseanbaues am Hof für den Zeitraum von einer Saison/einem Jahr und erhält dafür regionale qualitätsvolle, erntefrische Nahrungsmittel, trägt aber auch das Risiko von Ernteausfällen (z.B. durch Unwetter, Schädlinge) mit. In Wien bzw. der unmittelbaren Umgebung von Wien wird dieses Konzept vom Gärtnerhof Ochsenherz und vom Biohof Radl umgesetzt.

Eine andere Form der solidarischen Landwirtschaft („Community Made Agriculture“)  wird von „SoliLa!“, den „LoBauerInnen“, „Operation grüner Daumen“ und von  den“LaaerBergbauern“   praktiziert. Hier versuchen Menschen möglichst ihren kompletten Bedarf an Gemüse, Kräutern und teilweise auch Obst durch den selbstständigen Anbau zu decken. Der Bauer ist bei dieser Form der solidarischen Landwirtschaft nur über die Verpachtung von Flächen und gegebenenfalls Infrastruktur wie Glashäusern, Zugang zu Wasser und ähnlichem involviert. Diese solidarischen Landwirtschaften sind ähnlich wie Gemeinschaftsgärten organisiert.

CSA Biohof Radl

Mit dem regelmäßigen Beitrag „pachten“ Konsumenten ein Stück Ackerland, von etwa 40 m2, welches von der Familie Radl bewirtschaftet wird. Den Ertrag ihres Anteils bekommen die Konsumenten wöchentlich zur Abholung auf dem Hof oder im ehemaligen BioVegan2Go-Shop in Wien Neubau bereitgestellt. Inhalt und Menge des Anteils hängen von den Jahreszeiten und den Naturgewalten ab. Woche für Woche wird eine möglichst große Auswahl an saisonalem Bio-Austria-zertifiziertem Gemüse angeboten. Die Konsumenten können zwischen einer Vollmitgliedschaft mit 24 Kisten und einer Teilmitgliedschaft mit 12 Kisten wählen. Die Solidarität wird durch ein aktives Miteinander bei Feldarbeitstagen, Gemeinschaftsabenden und mittels Informationsmaterialien gestärkt.

  • Angebot: Vereinbarung gilt für 1 Saison – 12/24x wöchentliche Lieferung fertiger Kiste  – Pausen z.B. während Reisen und Nachholen der Anteile an einem anderem Zeitpunkt möglich
  • Liefergebiet: Abholstellle in Wien 7 & am Hof
  • Preis:
    • Vollmitgliedschaft (24 Kisten) : 499 € /Saison (Mitte Mai – Mitte/Ende November)
    • Teilmitgliedschaft (12Kisten): 290 € /Saison (Mitte Mai – Mitte/Ende November)
    • Optional nach Mitgliedschafts-Ende während der Saison noch weitere Wochenernte-Anteile um je 20,79  €  (Vollmitglieder) bzw. 24,17 € (Teilmitglieder) erwerbbar
  • Veranstaltungen:
    • Feldarbeitstage
    • Gemeinschaftsabende
    • Treffen
  • Kontakt:

Gela  – Gärtnerhof Ochsenherz

Im Projekt „Gemeinsame Landwirtschaft“ der Gärtnerei Ochsenherz gibt es zwei mögliche Formen der Teilnahme. Entweder geschieht der Gemüsebezug mittels einer fertig gepackten Gemüse-Anteilskiste. Die Kistl werden 26 mal zwischen Frühling und Herbst vom Gärtnerhofteam dienstags an den Abholstellen bereitgestellt. Die Abholstellen sind von den Ernteteiler_innen selbst organisiert. Ab 10 Kistln kann eine weitere Stelle beliefert werden. Das Ernteanteilskistl gibt es in 2 Größen (1 bzw. 2 Ernteanteile) und enthält in der Haupterntesaison jeweils etwa 10 verschiedene Gemüsearten, darin eingeschlossen auch Kräuter. Die andere Form der Teilnahme besteht darin, einmal wöchentlich an einer vereinbarten Verteilstelle aus dem bereitgestellten Gemüsesortiment frei Gemüse zu entnehmen. Hilfe bei oder die Übernahme der Standbetreuung ist eine beliebte Form der Mitarbeit von ErnteteilerInnen im Projekt.

  • Angebot: Vereinbarung gilt für 1 Saison – 26x wöchentliche Lieferung fertiger Kiste/ 1x /Woche Kiste aus Sortiment selbst zusdammenstellen
  • Liefergebiet: 9 Abholstelllen in Wien & am Hof
  • Preis: 110 € je Ernteanteil und Monat
  • Veranstaltungen:
    • Mithilfetag: März – Oktober jeden Mittwoch 9 – 17 Uhr
    • Aktionstag: März – Oktober jeden ersten Samstag im Monat
    • Arbeitsbruppe: Treffen einmal im Monat
  • Kontakt:

Die LoBauerInnen

Ein wichtiger Beweggrund zur Gründung des Vereins „die LoBauerInnen“ war, die Verantwortung für die Ernährung in die eigene Hand zu nehmen und damit unabhängig von Lebensmittelketten zu werden. Seit 2012 bewirtschaften etwa 60 Mitglieder ein 4000 m² großes Feld und ein 500 m² großes Gewächshaus in der Wiener Lobau, verpachtet von der Stadt Wien. Sie wollen ein Beispiel für biologisch nachhaltiges Wirtschaften geben, gemeinsam arbeiten, sich entwickeln, weiterbilden und dies auch anderen Menschen zugänglich machen. Dazu gehören auch Kooperationen und Vernetzungen mit unterschiedlichen Initiativen und Gemeinschaften (Arche Noah, Ochsenherz, Foodcoops…). Wer mitmachen möchte oder mehr wissen möchte, ist herzlich eingeladen sich zu melden und vorbeizuschauen.

  • Adresse: Naufahrtweg 14 (Gewächshäuser) und vis a vis am Feld 5000 m² Fläche, 1220 Wien
  • Feldtage: Mi & So 10:00 – 16:00
  • Kontakt: Nikolai Ritter

Paradiesgarten – Operation grüner Daumen

Der Verein „Operation grüner Daumen“ unterstützt die Verbreitung von urbaner, biologischer Landwirtschaft mit dem Ziel, das allgemeine Wohl zu fördern. Die aktive Beschäftigung mit der Natur und den Menschen wird als ein praktikabler Weg gesehen, Vorurteile auszuräumen und gesellschaftlichen Ängsten entgegenzuwirken. Der Verein versteht sich als eine soziale und politische Gemeinschaft wie auch als eine Bildungsgemeinschaft. Er ist Gründungsmitglied der „kleinen Stadt Farm„, ein Verband, der  Aktivitäten politisch unabhängiger Vereine und Initiativen mit ökologischen und sozialen Zielsetzungen fördert. Verschiedene Projekte werden betrieben wie das Projekt „Öffentliches Gemüse“ im Richard-Waldemar Park, Projekt „GartenWerkStadt Mariahilf“ in der Windmühlgasse 22-24, beide im 6. Bezirk. Seit 2014 bewirtschaften die Mitglieder eine 1 ha große Fläche in der Lobau – das Projekt „Paradiesgarten“.

  • Adresse: Zwischen Naufahrtweg 14 und Schillochweg 28, 1220 Wien
  • Feldtage: Mi & So 10:00 – 16:00
  • Kontakt: Michael Graner
  • Email: kontakt@gruenerdaumen.org

LaaerBergbauern – Ökosoziales Landwirtschaften am Laaer Berg in Wien

Auf dem Laaer Berg wird seit 2017 eine „Community Made Agriculture“ aufgebaut. In Gemeinschaft und Arbeitsteilung wird regionales Biogemüse produziert. Ziel der LaaerBergbauern ist sowohl der ökologische als auch der soziale und politische Beitrag der Mitglieder, durch sinnhafte Mit-gestaltung und Verantwortung von „ProsumentInnen“ über ein Stück Land. Gemeinsam wird ein schöner Ort für die ganze Familie geschaffen, auf dem Menschen einer gesunden körperlichen Tätigkeit nachgehen, die Sinn macht. Interessierte können je nach Zeitkontingent Mitglieder werden oder Baumpatenschaften übernehmen oder am interkulturellen Austausch bei diversen Veranstaltungen wie Erkundungstouren, Feldtagen und Festen teilnehmen.

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